Alerce Andino National Park, Nationalpark in der Seenregion, Chile
Der Nationalpark Alerce Andino ist ein Schutzgebiet in der Region Los Lagos, in der Provinz Llanquihue, südlich von Puerto Montt in Chile. Es erstreckt sich über bewaldete Berghänge, zahlreiche Seen und natürliche Becken, mit dichten Wäldern in den unteren Lagen und offeneren Hochgebirgsgebieten weiter oben.
Der Park wurde im November 1982 als Schutzgebiet ausgewiesen, um einen der ältesten Waldtypen Südamerikas zu erhalten. Diese Fitzroya-Wälder, auch Alerce genannt, gehören zu den langlebigsten Bäumen der Welt und prägen die natürliche Geschichte der Andenregion seit Jahrtausenden.
Die Huilliche nutzten die Wasserwege des Gebiets traditionell mit Booten, die aus Holzplanken und Baumrinde gebaut wurden, sogenannten Dalcas. Diese Reisemethode zeigt, wie eng die lokalen Gemeinschaften mit den Wäldern und Flüssen lebten, die den Park heute ausmachen.
Der Park hat zwei separate Eingänge: einen südlich von Puerto Montt, der zu den Bereichen Correntoso und Sargazo führt, und einen weiteren über den Sektor Lenca. Für Wanderungen wird festes Schuhwerk empfohlen, da die Wege durch feuchtes, unebenes Gelände führen.
Der Monito del Monte, ein kleines Beuteltier, das nur in diesem Waldtyp lebt, gilt als lebendes Fossil: Seine Vorfahren existierten bereits vor mehr als 40 Millionen Jahren. Obwohl er wie ein Nagetier aussieht, ist er näher mit australischen Beuteltieren verwandt als mit anderen südamerikanischen Säugetieren.
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