Llanquihue National Reserve, Nationalreservat in der Provinz Llanquihue, Chile
Das Llanquihue-Naturschutzgebiet ist ein 33.974 Hektar großes Gebiet zwischen dem Llanquihue-See und dem Reloncaví-Ästuar, das Berglandschaften mit gemäßigtem Regenwald verbindet. Die verschiedenen Waldtypen und Höhenlagen schaffen unterschiedliche Lebensräume, die sich deutlich voneinander abheben.
Das Schutzgebiet wurde 1912 durch Dekret 750 des chilenischen Außenministeriums gegründet und gehört damit zu den frühesten Naturschutzgebieten Chiles. Diese frühe Anerkennung des Wertes dieser Landschaft für die Zukunft zeigte damals schon Weitblick im Umweltschutz.
Das Gebiet ist Teil des Biosphärenreservats Südlicher Anden Temperierter Regenwald, das die Verbindung zwischen Wald und Mensch nach alter Tradition bewahrt. Besucher können beobachten, wie die Landschaft von jahrhundertealten Wäldern geprägt ist, die das Leben der Menschen in dieser Region seit langem bestimmen.
Das Gebiet ist von Puerto Montt aus über die Route 7 bis zur Chamiza-Brücke erreichbar, dann folgt man der V-65-Straße zum Dorf Correntoso, wo organisierte Führungen verfügbar sind. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist in den wärmeren Monaten, wenn Wege und Zugänge leichter zu navigieren sind.
Das Gebiet beherbergt seltene Zypressenarten wie die Guaiteca-Zypresse und Alercen-Bäume, die man in dieser Region fast nur hier findet. Zusammen mit Huemul-Hirschen und Andenhörnchen bilden diese Arten ein Ensemble von Lebewesen, das außerhalb dieses Gebietes schwer zu beobachten ist.
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