Chaitén, Vulkanische Caldera in der Provinz Palena, Chile
Chaitén ist ein Vulkan aus Rhyolith in der Provinz Palena in Chile, der sich auf eine Höhe von über eintausend Metern erhebt. Zwei kleine Seen liegen am Boden der Caldera, umgeben von steilen Hängen aus hellem vulkanischem Gestein.
Der Vulkan blieb mehr als neuntausend Jahre lang inaktiv, bevor er im Mai zweitausendacht ausbrach und eine massive Aschewolke ausstieß. Diese Eruption zwang Tausende zur Evakuierung und bedeckte die nahe gelegene Stadt mit Asche und vulkanischem Material.
Archäologische Funde zeigen, dass Menschen vor der Ankunft der Spanier den grauen Obsidian vom Vulkan sammelten und über weite Strecken handelten. Diese vulkanischen Glaswerkzeuge und Pfeilspitzen aus der Gegend wurden an Orten gefunden, die mehrere hundert Kilometer von der Quelle entfernt liegen.
Geologische Überwachungsgeräte stehen rund um den Vulkan und sammeln Daten über seismische Aktivität und mögliche Anzeichen eines erneuten Ausbruchs. Besucher sollten aktuelle Warnungen der chilenischen Behörden prüfen, bevor sie sich der Gegend nähern.
Der Ausbruch von zweitausendacht war die erste große Explosion von rhyolitischem Magma seit mehr als einem Jahrhundert weltweit. Die Gewalt dieser Eruption veränderte die Landschaft um die nahe Stadt und schuf neue Täler durch Schlammlawinen und Ascheströme.
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