Puerto Varas, Deutsche Kolonialansiedlung am Llanquihue-See, Chile
Puerto Varas liegt 56 Meter über dem Meeresspiegel am Ufer des Llanquihue-Sees und blickt auf die schneebedeckten Gipfel der Vulkane Osorno und Calbuco. Der See erstreckt sich über eine weite Fläche und bildet den Vordergrund für die Bergkette, die bei klarem Wetter gut sichtbar ist.
Die chilenische Regierung gründete 1853 das Kolonisationsgebiet am Llanquihue-See und brachte im selben Jahr 212 deutsche Familien in die Gegend. Die Siedlung wuchs über die folgenden Jahrzehnte und entwickelte sich zu einer Stadt mit deutschen Bauweisen und Traditionen.
Die Holzkirche am Ufer trägt seit ihrer Errichtung Anfang des 20. Jahrhunderts zwei hohe Türme und prägt das Stadtbild vom See aus gesehen. Im ganzen Ort finden sich Bäckereien, die Obstkuchen nach deutscher Tradition backen und in Cafés anbieten.
Der internationale Flughafen El Tepual liegt 25 Kilometer südlich in Puerto Montt und bietet regelmäßige Verbindungen von Santiago und anderen chilenischen Städten. Die Stadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, und viele Unterkünfte befinden sich in der Nähe des Seeufers.
Viele Häuser im Zentrum tragen noch die ursprüngliche Holzverkleidung und folgen den Bauplänen, die deutsche Siedler mitbrachten. Einige dieser Gebäude zeigen alte Handwerkstechniken, die in Europa heute kaum noch zu sehen sind.
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