Villarrica, Gemeindezentrum in der Provinz Cautín, Chile
Villarrica liegt am Westufer eines Sees, dessen Wasser sich bis zum Horizont erstrecken, während sich im Hintergrund der schneebedeckte Vulkan auf 2860 m (9383 ft) erhebt. Die Straßen verlaufen parallel zum Ufer, mit niedrigen Gebäuden aus Holz und Stein, einigen Plätzen mit Bäumen und Geschäften, die lokale Waren verkaufen.
Spanische Siedler gründeten den Ort im Jahr 1552, doch Kämpfe mit den Mapuche führten zu mehreren Aufgaben und Wiederaufbauten über die folgenden Jahrhunderte. Erst 1882 etablierte sich die endgültige dauerhafte Besiedlung nach dem Ende der bewaffneten Konflikte.
Der Ort trägt seinen Namen vom nahegelegenen See und dem Berg, dessen Bezeichnung aus der Mapuche-Sprache stammt und goldreiche Erde beschreibt. In den Straßen sieht man oft Händler, die handgewebte Textilien und geschnitzte Holzarbeiten anbieten, während einige Nachbarschaften noch traditionelle Ruka-Bauten bewahren.
Die Gemeinde dient als Ausgangspunkt für Ausflüge in die umliegenden Naturparks, mit Wegen, die zu Fuß oder mit dem Fahrzeug zugänglich sind. Im Sommer konzentrieren sich die Aktivitäten auf das Wasser, während im Winter Skigebiete an den Berghängen öffnen.
Die Siedlung liegt an der Kreuzung dreier geologischer Merkmale: ein aktiver Vulkan, ein Gletschersee und die Mocha-Villarrica-Verwerfungszone. Diese Lage macht den Ort zu einem Beobachtungspunkt für Forscher, die tektonische Aktivität und Erdbebenrisiken untersuchen.
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