Villarrica, Aktiver Schichtvulkan in der Region Araucanía, Chile.
Der Villarrica-Vulkan ist ein aktiver Stratovulkan in der Región de la Araucanía im Süden Chiles, der sich 2847 Meter über dem Meeresspiegel erhebt. Sein Gipfel trägt einen etwa 200 Meter breiten Krater, aus dem ständig Gas und Wasserdampf aufsteigen.
Der Vulkan entstand vor etwa 650.000 Jahren und hat seitdem 49 Eruptionen erlebt, die sich in geologischen Aufzeichnungen dokumentieren lassen. Der Ausbruch von 1971 entleerte 30 Millionen Kubikmeter Lava in den nahen Calafquén-See.
Die Mapuche nennen diesen Berg Rucapillán, was Haus des Geistes bedeutet, und betrachten ihn als heiligen Ort in ihrem spirituellen Leben. Das glühende Licht aus dem Krater ist nachts von vielen umliegenden Dörfern aus sichtbar und erinnert die Bewohner an die Kraft der Natur.
Der chilenische Geologische Dienst betreibt ein Überwachungsnetz aus seismischen, geodätischen und Satelliteninstrumenten, das rund um die Uhr Aktivitätsdaten liefert. Besucher sollten die offiziellen Warnstufen vor einem Aufstieg prüfen, da sich die Bedingungen schnell ändern können.
Im Inneren des Kraters befindet sich ein Lavasee, der je nach Druck und Aktivität unter der Oberfläche seinen Stand ändert. Dieser See gehört zu den wenigen permanenten Lavaseen der Erde und ist ein seltener Anblick in der Vulkanforschung.
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