Cerro Catedral, Bergskigebiet in Patagonien, Argentinien
Der Cerro Catedral reicht von einer Talstation auf 1.030 m bis zu einem Gipfel auf 2.388 m im Nationalpark Nahuel Huapí, 19 km von San Carlos de Bariloche entfernt. Sein Skigebiet umfasst 600 ha mit 48 km Pisten und 1.150 m Höhenunterschied, erschlossen durch 29 Aufstiegsanlagen, darunter 19 Sessellifte. Über dem Nahuel-Huapi-See gehen Schneefelder in kahle Bäume und braunes Gestrüpp über.
In den 1930er Jahren beauftragte die argentinische Nationalparkverwaltung den österreichischen Skimeister Hans Nöbl, der die Hänge des Cerro Catedral als am besten geeignet befand; Zufahrtsstraßen wurden angelegt und die ersten Schlepplifte reichten bis 1700 m, 1938 fand ein erster Wettkampf statt. 1964 wurde der erste Sessellift Lynch errichtet, 1973 homologierte die FIS die Pisten für internationale Rennen. 2004 wurden Süd- und Nordhang unter Catedral Alta Patagonia vereint.
Der Name des Cerro Catedral stammt von den Felstürmen auf seinem Gipfel, die die ersten Bewohner von Bariloche mit Kathedralspitzen verglichen. Das Skizentrum am Fuß trägt den Namen Antonio Lynch, und die Hütte Emilio Frey, vom Club Andino Bariloche über der Laguna Tonček betrieben, beherbergt ganzjährig Wanderer und Kletterer, am meisten im Frühling und Sommer.
Der Ort ist mit verschiedenen Aufstiegsanlagen gut erschlossen und bietet Unterkunftsmöglichkeiten an der Basis sowie in höheren Lagen an. Besucher sollten beachten, dass die Bedingungen stark zwischen den Jahreszeiten variieren, daher ist es ratsam, sich vorab über die aktuellen Verhältnisse zu informieren.
Das Gebiet empfängt regelmäßig feuchte Luftmassen vom Pazifik, die für stabile und häufige Schneefälle sorgen. Diese Bedingungen machen es zu einem zuverlässigeren Winterziel als viele andere Höhenlagen in Südamerika.
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