Gota de Leche, Historisches Wohlfahrtsgebäude in Lota, Chile
Gota de Leche ist ein Gebäude im neokolonialen Stil mit dekorativen Elementen an Böden und Wänden, entworfen von Architekt Hernán Vega Pérez 1928 in Lota Alto. Die Struktur bot kostenlose Milch und günstige Babyflaschen für bedürftige Familien an.
Die Einrichtung wurde von der Philanthropin Isidora Goyenechea gegründet, um die Kinder von Kohlebergarbeitern zu unterstützen und Unterernährung und Säuglingssterblichkeit in der Region zu bekämpfen. Dieses Projekt entstand aus dem Bedarf der Bergbaugemeinde nach sozialer Hilfe.
Der Name „Gota de Leche“ (Milchtropfen) stammt von den ersten chilenischen Einrichtungen gegen Kinderunterernährung und Säuglingssterblichkeit, unterstützt vom Patronato Nacional de la Infancia. In Lota gründete die Philanthropin Isidora Goyenechea die Einrichtung für die Kinder der Arbeiter; nach ihrem Tod erhielt sie ihren Namen. Hier gab es kostenlose Milch, preisgünstige Babyflaschen und Kurse in Säuglingspflege für Mütter.
Das Gebäude steht in Lota in der Region Biobío und ist als Nationaldenkmal eingestuft; es ist daher nicht als Museum für Besucher geöffnet. Seine neokoloniale Fassade und die dekorativen Elemente an Böden und Wänden lassen sich bei Tageslicht von außen betrachten. Vor der Anreise sollte man sich vor Ort erkundigen, da die Quellen keine Öffnungszeiten oder Zugangsbedingungen nennen.
Das Gebäude trägt seit dem Tod der Philanthropin den Namen Isidora Cousiño und ehrt damit die Gründerin der Lotaer Milchausgabestelle. Seit 2012 ist es Nationaldenkmal in der Kategorie Historisches Denkmal; die von Architekt Hernán Vega Pérez gestalteten Fußböden und Wände sind die Details, auf die man achten sollte.
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