Alhué, Gemeinde in Chile
Alhué ist eine Gemeinde in der Provinz Melipilla in der Region Metropolitana von Chile, die in einem Tal zwischen Hügeln der Küstenkordillere liegt. Der Ort besteht aus einfachen Straßen mit Häusern, die die lokale Geschichte zeigen, und wird von einem ruhigen Tempo geprägt, in dem die Bewohner ihrer täglichen Arbeit nachgehen und sich zum Austausch auf dem Zentralplatz treffen.
Alhué wurde 1544 gegründet und entwickelte sich zu einem Zentrum der Landwirtschaft in der Region. Die Stadt wurde 1983 zum Nationaldenkmal erklärt, da ihre Gebäude historischen Wert haben, doch das Erdbeben von 1985 beschädigte viele Strukturen, was 2008 zu einer Reduzierung des geschützten Gebietes führte.
Der Name Alhué stammt aus der Mapudungun-Sprache und bedeutet "Ort der Geister". Die Bewohner feiern weiterhin traditionelle Feste wie das Fest der Unbefleckten am 8. Dezember, bei dem Prozessionen zu Pferd und Cueca-Tänze auf den Straßen stattfinden, die lokale Bräuche und den Glauben der Gemeinschaft widerspiegeln.
Der Ort ist von größeren Städten wie Santiago aus erreichbar und gelegentliche Busverbindungen verbinden die Gemeinden miteinander. Um die ländliche Lebensweise vollständig zu erleben, ist es sinnvoll, Zeit für Wanderungen in der Umgebung oder den Besuch von Bauernhöfen einzuplanen sowie lokale Märkte zu besuchen, wo frische Produkte angeboten werden.
Die Kirche San Jerónimo, erbaut 1764, hat das schwere Erdbeben von 1985 überraschenderweise überstanden und ist einer der wenigen Reste der spanischen Kolonialarchitektur, die bis heute erhalten sind. Ihr Fortbestand macht sie zu einem bemerkenswerten Symbol der Widerstandskraft der Gemeinde gegen natürliche Katastrophen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.