Santuario de la Virgen de Lo Vásquez, Katholischer Wallfahrtsort in Casablanca, Chile
Das Santuario de la Virgen de Lo Vásquez ist eine katholische Wallfahrtskirche in Casablanca, südlich von Valparaíso in Chile gelegen. Der Komplex besteht aus einer Kapelle mit einer Holzstatue der Jungfrau Maria, umgeben von Bereichen für Pilger, wo Messen und Beichtgelegenheiten regelmäßig stattfinden.
1849 wurden die ersten Taufen in einer Kapelle verzeichnet, die in einer Lehmziegelscheune auf José Ulloa's Grundstück eingerichtet worden war. 1850 verlegte Bruder José Manuel Troncoso das Marienbild in eine Scheune 100 m nördlich, und die Familie Leiva Vásquez stiftete Land für eine neue Kapelle. Ein Beben zerstörte 1851 die Mauern, doch 1854 wurde die Kapelle eingeweiht; das Erdbeben von 1906 zerstörte sie, und der heutige Tempel wurde 1913 eingeweiht.
Am 8. Dezember versammelt das Fest der Unbefleckten Empfängnis Tausende Pilger aus Santiago und der Region Valparaíso, die über zwei Tage, den 7. und 8. Dezember, anreisen. Viele kommen zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Ein Bildstock der Jungfrau am Straßenrand, am 6. Dezember 1913 gesegnet, dient eiligen Reisenden.
Das Heiligtum liegt an der Straße von Valparaíso nach Santiago, 32 km südöstlich von Valparaíso in der Gemeinde Casablanca. Die Pilger am 7. und 8. Dezember kommen vor allem aus Santiago und der Region Valparaíso, viele zu Fuß; festes Schuhwerk und Wasser sind daher nötig. Für eilige Reisende steht ein kleiner Bildstock der Jungfrau am Wegrand.
Nach dem Erdbeben von 1906, das die dritte Kapelle zerstörte, blieb die Altarwand mit dem Bild der Jungfrau zwischen den Trümmern stehen. Der heutige Tempel wurde mit der Segnung des Grundsteins am 8. Dezember 1908 begonnen und 1913 eingeweiht; er besteht aus Eisen und Zement, mit einem Dach aus verzinktem Eisen und einer Decke aus geprägtem Messing.
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