San Francisco, Koloniale Franziskanerkirche in Santiago Centro, Chile
San Francisco Church ist eine Steinkirche im Barockstil im Stadtteil Santiago Centro, die zu den ältesten sakralen Bauwerken der Hauptstadt zählt. Der rechteckige Grundriss wird durch einen viktorianischen Glockenturm ergänzt, während das Innere eine Holzdecke mit Mudéjar-Elementen zeigt.
Der Platz wurde ab 1554 als Kapelle genutzt, nachdem Pedro de Valdivia den Franziskanern ein Grundstück überlassen hatte. Erdbeben in den Jahren 1583 und später im 19. Jahrhundert führten zu mehreren Wiederaufbauten, wobei der heutige Turm aus dem Jahr 1857 stammt.
Der Name der Anlage geht auf den Franziskanerorden zurück, der die Kirche als Teil seines Klosters betrieb und bis heute für die Seelsorge zuständig bleibt. Besucher können im Innenraum auf hölzerne Kassettendecken stoßen, die vom maurischen Kunsthandwerk geprägt sind und zu den wenigen Beispielen dieser Technik in der chilenischen Hauptstadt zählen.
Die Kirche an der Avenida O'Higgins liegt in Gehdistanz zur Metro-Station Universidad de Chile und ist während religiöser Feiern sowie zu festgelegten Besuchszeiten zugänglich. Das benachbarte Kolonialmuseum bietet zusätzlichen Kontext zur Architektur und kann nach der Besichtigung aufgesucht werden.
Die Anlage hat mehr als 15 Erdbeben mit einer Stärke über 7 überstanden und gilt als Beleg für die Widerstandskraft kolonialer Bautechniken in der Region. Der heutige Glockenturm ist jünger als der Rest und wurde erst nach einem weiteren starken Beben im 19. Jahrhundert fertiggestellt.
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