Puente de Cal y Canto, Historische Brücke in Santiago, Chile.
Die Brücke Puente de Cal y Canto war eine Steinbrücke über den Mapocho-Fluss mit neun Bögen und einer Länge von 202 Metern (663 Fuß). Heute sind ihre Reste in der Metro-Station Cal y Canto sichtbar, wo Besucher die massiven Fundamente und Teile der Bögen betrachten können.
Der Bau begann 1767 unter der Leitung von Luis Manuel de Zañartu, um die Innenstadt mit dem Viertel La Chimba zu verbinden. Die Brücke wurde 1888 nach Kanalisierungsarbeiten am Fluss teilweise abgetragen und später durch Sprengung vollständig entfernt.
Der Name bezieht sich auf die Verbindungsmethode der Steine mit Kalk, wobei Eier dem Mörtel beigemischt wurden, um die Festigkeit zu erhöhen. Diese Bauweise war in der Kolonialzeit üblich und zeigt, wie Handwerker lokale Ressourcen mit europäischen Techniken kombinierten.
Die Überreste befinden sich in der Metro-Station Cal y Canto, die mit der grünen Linie 2 erreichbar ist und während der normalen Betriebszeiten zugänglich ist. Besucher können die Fundamente vom Bahnsteig aus betrachten, ohne zusätzliche Wege oder Treppen zu nehmen.
Gefangene wurden zum Bau der Brücke eingesetzt, was in der Kolonialzeit eine übliche Praxis für öffentliche Bauprojekte war. Die Steine stammten aus dem nahegelegenen Steinbruch Cerro Blanco, der noch heute als Hügel im Stadtbild erkennbar ist.
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