Casona Ochagavía, Historisches Monument in Pedro Aguirre Cerda, Chile
Die Casona Ochagavía ist das Herrenhaus des ehemaligen Gutes Ochagavía in Pedro Aguirre Cerda, Santiago. Zwischen 1760 und 1770 erbaut, verwaltete sie die Chacra Ochagavía, deren Ländereien einen Großteil der heutigen Gemeinde umfassten. Ab 1993 diente sie als Gemeindeverwaltung, bis das Erdbeben von 2010 sie beschädigte; danach entstand ein Neubau an der Südseite des Geländes.
Das Herrenhaus wurde zwischen 1760 und 1770 erbaut und diente später als strategischer Stützpunkt für die patriotische Armee vor der Schlacht von Maipú im Jahr 1818. Es spielte eine wichtige Rolle in Chiles Unabhängigkeitskampf.
Das Gebäude zeigt die traditionelle Bauweise chilenischer Herrenhäuser des 19. Jahrhunderts mit Wänden aus Lehmziegeln und Strohmischung. Die Architektur offenbart den alltäglichen Lebensraum einer wohlhabenden Familie dieser Zeit.
Das Anwesen wird heute von der Gemeinde Pedro Aguirre Cerda verwaltet und ist für Besucher zugänglich. Nach dem Erdbeben von 2010 wurden umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchgeführt, um das Gebäude zu bewahren.
Der Baum, von dem aus José de San Martín 1818 die royalistische Armee in der Casona de Lo Espejo beobachtete, stand auf diesem Grundstück; die Quellen nennen keine Art und erwähnen keinen Eukalyptus. Das Gut gab zudem der Acción de Ochagavía von 1829 ihren Namen, einem Gefecht des Bürgerkriegs an diesem Ort.
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