Población León XIII, Sozialer Wohnkomplex in Providencia, Chile.
Die Población León XIII ist ein Wohnkomplex mit 164 Häusern, die durchgehende Fassaden und kleine Innengärten aufweisen, angeordnet entlang baumreicher Straßen zwischen der Avenida Bellavista und der Nueva Dardignac. Die Häuser sind in einem Gitter angeordnet, das den Platz effizient nutzt und einen zusammenhängenden visuellen Rhythmus schafft.
Der Komplex wurde 1891 gegründet und von Melchor Concha y Toro und Manuel José Yrarrázaval finanziert, inspiriert durch das päpstliche Schreiben Rerum Novarum zur Arbeiterfrage. Die Konstruktion erstreckte sich bis 1910 und schuf eine der frühesten Sozialwohnungssiedlungen in Chile.
Die Kirche der Epiphanie des Herrn dominiert den Platz und verbindet koloniale, neoklassizistische und moderne Stilelemente in ihrer Architektur. Besucher sehen ein Gebäude, das sich von den umgebenden Häusern unterscheidet und als geistliches Zentrum des Viertels wirkt.
Das Viertel ist leicht zu Fuß zu erkunden, mit breiten, ebenen Straßen und einer klaren Aufteilung, die es einfach macht, sich zu orientieren. Die nahe gelegenen öffentlichen Verkehrsmittel verbinden es mit dem Rest von Santiago, und der Spaziergang zur benachbarten San Cristóbal Kirche und zum Fluss ist problemlos möglich.
Das Projekt war Chiles erstes großes Sozialwohnungsvorhaben und erhielt 1997 den Status eines Nationaldenkmals als Typische Zone. Diese Anerkennung bewahrte die ursprüngliche Struktur und ermöglichte es, einen seltenen Blick auf die frühe städtische Planungsgeschichte des Landes zu werfen.
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