Juliaca, Handelsstadt im Südosten Perus
Juliaca ist eine Handelsstadt auf dem Collao-Plateau in der Region Puno, etwa 40 Kilometer vom Titicacasee entfernt. Straßen führen nach Cusco im Nordwesten, nach Arequipa im Südwesten und zur bolivianischen Grenze im Osten.
Die Gemeinde entstand auf dem Gebiet der Qaluyo-Kultur, die sich hier ab 1000 v. Chr. niederließ und Landwirtschaft sowie Weberei entwickelte. Die spanische Kolonialherrschaft veränderte die Siedlung und führte zur Gründung einer neuen administrativen Struktur im 16. Jahrhundert.
Der Name leitet sich vom Aymara-Wort ab, das ein kaltes Klima beschreibt, und Besucher können am Hauptplatz Händler treffen, die Textilien und Silberschmuck nach traditionellen Mustern der Hochebene verkaufen. Die örtlichen Märkte zeigen die Handelsrolle der Stadt zwischen dem Altiplano und dem Amazonasbecken.
Reisende sollten sich auf die große Höhe vorbereiten, indem sie langsam gehen und viel Wasser trinken, um Höhenkrankheit zu vermeiden. Wollkleidung und Sonnenschutz sind wegen der starken Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht nötig.
Die Kirche Santa Catalina brauchte mehr als ein Jahrhundert Bauzeit und zeigt heute Barockmotive gemischt mit Motiven der indigenen Hochebene. Die Arbeiten endeten im späten 18. Jahrhundert und hinterließen ein Gebäude mit dicken Steinmauern und geschnitzten Holztüren.
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