Sima Pumacocha, Vertikalhöhle in der Provinz Yauyos, Peru.
Sima Pumacocha ist ein Höhlensystem aus Kalkstein in der Provinz Yauyos, das durch mehrere senkrechte Schächte miteinander verbunden ist. Die unterirdischen Gänge erstrecken sich bis zu einer Gesamttiefe von 638 Metern unter den Anden und können über drei Haupteingänge erreicht werden.
Das System wurde ab 2001 erforscht und galt zwischen 2001 und 2006 als die tiefste erforschte Höhle Südamerikas. Es wurde später von anderen Systemen an Tiefe übertroffen und markierte damit einen wichtigen Meilenstein in der Höhlenforschung der Region.
Der Name stammt aus der Quechua-Sprache und bezieht sich auf die ursprüngliche Bevölkerung dieser Bergregion nahe dem Dorf Laraos. Besucher können diese sprachliche Verbindung zur lokalen Vergangenheit beim Erkunden des Ortes nachvollziehen.
Der Zugang erfolgt über eine von drei separat benannten Eingängen an der Oberfläche, von denen aus man in die unterirdischen Gänge gelangt. Besucher sollten auf die extreme Tiefe und die technischen Anforderungen für die Erkundung vorbereitet sein und angemessene Ausrüstung mitbringen.
Das System enthält den Ammonite Shaft, wo marine Fossilien in die Kalksteinwände eingelagert sind und Einblicke in die prähistorische Meeresgeschichte des Gebietes bieten. Diese paläontologischen Funde machen den Ort zu einem Fenster auf eine Zeit, als diese Bergregion unter Wasser lag.
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