Pariacaca, Heiliger Berg in den Zentralanden, Peru
Pariacaca ist ein Berg an der Grenze zwischen Junín und Lima in den Zentralanden, mit einem scharfen Gipfel nahe der Mitte und einem etwas niedrigeren runden Gipfel rechts. Die obere Hälfte besteht aus Schnee und Eis, durchbrochen von dunklen Felswänden, darunter ein dreieckiger Felsvorsprung links vom höchsten Punkt; darunter liegen graue und braune Felsen und Schutthalden mit tiefen Rinnen.
Pariacaca war eine der wichtigsten Gottheiten des Tahuantinsuyo; sein Heiligtum war über den inkaischen Zeremonialweg, Teil des Qhapaq Ñan, mit Pachacámac und Cusco verbunden. Die Carta Annua von 1609 und 1611 beschreibt die Kultstätten des Heiligtums: die große Höhle Cuchimachay, einen Opferplatz und drei kleine Steine. Der Weg wurde auch in der Kolonialzeit genutzt.
In der andinen Kosmovision galt Pariacaca als eine der wichtigsten Gottheiten des Tahuantinsuyo; Pilger zogen auf dem Inkaweg vom Heiligtum Pachacámac bei Lima zu seinem Adoratorium. Das Manuskript von Huarochirí erzählt von Taten der Götter und Helden dieses heiligen Raums. Ein Jahresbrief von 1609 nennt eine große Höhle, Cuchimachay, einen Opferplatz und drei kleine Steine.
Expeditionen auf den Gipfel erfordern umfangreiche Vorbereitung und Erfahrung in großen Höhen, da die Bedingungen sehr anspruchsvoll sind. Die beste Zeit für Versuche ist zwischen April und Oktober, wenn das Wetter stabiler ist.
Der Quechua-Name könnte sich aus parya (rötlich, Kupfer) und qaqa (Fels) ableiten; der Alternativname Tullujuto bedeutet wohl „Knochenhaufen“. Der Kanadier Nicholas Royer verschwand 2004 bei einer Wanderung in diesen Bergen.
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