Wari Willka, Archäologische Stätte im Distrikt Huancán, Junín, Peru
Wari Willka ist eine archäologische Stätte in einem Hochland, das sich bis zum Fluss Mantaro erstreckt und große Steinmauern aufweist. Das Gelände enthält alte Treppen, Gebäuderuinen und mehrere alte Bäume, die in einer unregelmäßigen vierseitigen Form angeordnet sind.
Huarihuilca wurde zwischen 800 und 1200 n. Chr. von den Wari als Provinzverwaltungszentrum im Mantaro-Tal errichtet. Nach dem Zusammenbruch der Wari wurde es ein Hauptzentrum der Huanca, die dort das Heiligtum ihrer Herkunft bewahrten. Die Inka bauten es in gemischter Inka-Huanca-Architektur wieder auf, und 1534 zerstörte der Priester Vicente de Valverde das Götzenbild des Gottes Huamani aus schwarzem Stein. Cieza de León fand den Ort 1545 von Gestrüpp überwuchert vor.
Der Name verbindet zwei Quechua-Wurzeln: huari, alt oder fern, und huilca, Heiligtum. Die Anwohner verehren die zwei Molle-Bäume im ummauerten Bereich als Erbe der Huanca-Nation, und andine Schamanen hinterlassen bei ihren Ritualen noch Kerzen- und Zigarrenopfer; ein Brand beschädigte 2011 den molle macho genannten Baum.
Die Stätte liegt etwa 6 km südlich von Huancayo, im Ortsteil Huari des Distrikts Huancán, auf 3150 m Höhe. Eine gut erhaltene Steintreppe führt an der Seite des Heiligtums hinab zur Quelle an dessen Südostrand, die die Bewohner von Huari noch heute mit Wasser versorgt. Das Standortmuseum zeigt Keramik und Funde der Ausgrabungen.
Archäologen fanden hier die Überreste einer jungen Frau, die mit einem Raubvogel verbunden war, was auf ungewöhnliche Bestattungspraktiken hindeutet. Diese Entdeckung zeigt, dass der Ort wahrscheinlich für rituelle und zeremonielle Zwecke von großer Bedeutung war.
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