Uchkus Inkañan, Archäologische Stätte in Huancavelica, Peru
Uchkus Inkañan ist ein archäologischer Komplex im Distrikt Yauli, Region Huancavelica, Peru, am rechten Ufer des Flusses Ichu auf 3.800 Metern Höhe. Er besteht aus rechteckigen, quadratischen und halbmondförmigen Terrassen auf fünf Plattformen, die von 80 Zentimeter hohen Mauern umgeben sind, mit einem Haupt- und zwei Nebenbewässerungskanälen. Etwa 500 Meter entfernt, in Toculemisa, hat eine Anlage um einen zentralen Hof vier Fenster, die nach Nord-Süd und Ost-West ausgerichtet sind.
Die Quellen beschreiben Uchkus Inkañan als eine Inka-Anlage im Distrikt Yauli, Provinz Huancavelica, untersucht in einem Aufsatz von Arturo Ruiz Estrada von 1998 und im Bericht eines archäologischen Forschungsprojekts von 2014. Die fünf landwirtschaftlichen Plattformen, versorgt durch einen Hauptkanal und zwei Nebenkanäle, gelten als Zentrum für Versuche mit Saatknollen und Getreide.
Die Anlage ist nach traditionellen Konzepten der andinen Landnutzung gestaltet, die zeigen, wie Menschen Berghänge für den Ackerbau nutzten. Die sichtbaren Terrassierungen folgen dem Rhythmus dieser frühen Besiedlung und prägen bis heute das Aussehen des Ortes.
Der Ort ist von Huancavelica aus mit dem Auto in etwa 3 Stunden oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln über Bergstraßen erreichbar. Die Lage in großer Höhe erfordert gute körperliche Verfassung und angemessene Kleidung für wechselnde Bergbedingungen.
Rund 500 m von der Terrassensiedlung entfernt steht am Ort Toculemisa ein Gebäude um einen zentralen Hof mit vier Fenstern nach Nord-Süd und Ost-West; nur eines blieb für die Himmelsbeobachtung offen. Auf seinem Dach liegt eine flache Felsplatte von 10 auf 30 m mit Rinnen und Löchern, die vermutlich als Wasserspiegel zur Beobachtung der Sternbilder diente.
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