Nationalpark Yanachaga Chemillén, Nationalpark in der Provinz Oxapampa, Peru.
Der Nationalpark Yanachaga-Chemillén schützt 122.000 Hektar der Yanachaga-Kordillere in Pasco, von 460 bis 3.643 Metern Höhe. Wald bedeckt fast das ganze Gebiet außer den Hochgrasflächen; das Foto zeigt einen bewaldeten Berg mit gerundetem Gipfel links und einer sanfteren Flanke rechts, deren unterer Grat teils kahl und blassgrün ist, mit hohen braunen und grünen Gräsern im Vordergrund.
Das Schutzgebiet wurde 1986 gegründet, um die vielfältige Natur dieser Region zu bewahren. Die Wälder hier sind Überreste aus dem Pleistozän und haben Klimaveränderungen überstanden, die anderswo Wälder in Grasflächen verwandelten.
Die Yanesha-Ureinwohner prägen seit langem die Identität dieser Region und ihre Lebensweise bleibt eng mit dem Wald verbunden. Rund um das Schutzgebiet leben auch deutschsprachige Siedler und Andenbewohner, die zusammen ein vielfältiges Mosaik von Traditionen und Praktiken schaffen.
Das Gelände reicht von 460 bis 3 643 Metern; bewaldete Hänge werden beiderseits des Río Palcazú von tiefen Schluchten zerschnitten. Die Zeit von Mai bis September ist relativ trocken, doch im Inneren des Nebelwaldes bleibt es das ganze Jahr kühl und feucht. Über 4 000 Metern schwanken die Temperaturen zwischen intensiver Tageshitze und unter 0 °C in der Nacht.
Der Frosch Ctenophryne barbatula ist nur aus diesem Park bekannt, und die Vogelartenliste umfasst 527 Arten. Der Park gilt zudem als Pleistozän-Refugium: Wälder überdauerten hier als isolierte Reste, während sich im Amazonasbecken weite Grasländer ausbreiteten, was die Artenzahl auf 1220 km² miterklärt.
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