Santuario Histórico Bosque de Pómac, Naturschutzgebiet in Jayanca, Peru
Der Santuario Histórico Bosque de Pómac ist ein geschütztes Gebiet im Departamento Lambayeque im Norden Perus, das sich über etwa 5.887 Hektar erstreckt. Das Gelände umfasst dichte Bestände von Johannisbrotbäumen in einem trockenen Äquatorialwald sowie mehrere Dutzend Pyramiden aus Lehmziegeln.
Die Anlage entstand zwischen 900 und 1100 nach Christus als Zentrum der Sicán-Kultur, die zahlreiche Tempel und Grabstätten aus Lehmziegeln errichtete. Die Huaca del Oro, eine der größeren Pyramiden, barg Objekte aus Edelmetall und Keramik, die von Fachleuten in den 1990er Jahren freigelegt wurden.
Die Funde aus den pyramidenförmigen Bauwerken – wie etwa der Tumi und die geflügelte Augenmaske – erinnern an die Verehrung von Naylamp, dem legendären Ahnherrn der Sicán-Kultur. Dieser Name erscheint in mündlichen Überlieferungen und verbindet die archäologischen Stätten mit den Mythen der Region.
Der Eintritt kostet für ausländische Besucher 30 Soles, für peruanische Staatsangehörige 11 Soles und für Bewohner der Region 5 Soles, während Kinder unter fünf Jahren freien Zugang haben. Wege führen durch die Baumbestände und zu einzelnen Pyramiden, bei starker Sonne empfiehlt sich ein Hut und Wasser.
Die Johannisbrotbäume hier bilden die größte bekannte Ansammlung dieser Art weltweit und senden ihre Wurzeln bis zu 60 Meter tief in den Boden, um Grundwasser zu erreichen. Diese Anpassung ermöglicht den Bäumen, im trockenen Klima der Küste zu überleben und Schatten für das Unterholz zu spenden.
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