Pyramiden von Túcume, Archäologischer Komplex mit 26 Pyramiden in Lambayeque, Peru.
Túcume ist eine archäologische Anlage im Bezirk Mochumi in der Region Lambayeque, Peru, die sich über 221 Hektar erstreckt und 26 Lehmziegelpyramiden enthält. Die größte dieser Strukturen erreicht eine Länge von 450 Metern und eine Höhe von 40 Metern und liegt an den Hängen eines natürlichen Felsenhügels namens Cerro Purgatorio.
Die Anlage entstand um das Jahr 1000 nach Christus mit der Lambayeque-Kultur und diente drei aufeinanderfolgenden Zivilisationen als Zentrum. Die Chimú übernahmen die Kontrolle im Jahr 1370, bevor das Gebiet 1532 unter Inka-Herrschaft fiel und kurz darauf verlassen wurde.
Der Name der Stätte stammt aus der Legende des Herrschers Naymlap, der vom Meer kam und hier seine königliche Linie gründete. Besucher sehen heute die verbliebenen Lehmziegel-Strukturen, die den Wohnsitz und die Macht dieser frühen Herrscher im Tal La Leche markierten.
Das Gelände liegt 33 Kilometer nördlich von Chiclayo über eine asphaltierte Straße und ist über Wege erreichbar, die um die Pyramiden und auf den Hügel führen. Ein Museum am Eingang zeigt Fundstücke und Informationen zu den Ausgrabungen, die das Verständnis der Anlage erleichtern.
Die Pyramiden dienten als Wohnpaläste für die Elite und nicht als Tempel, wobei jede Struktur Wohn- und Verwaltungsräume rund um zentrale Plätze kombinierte. Ein entwickeltes Bewässerungssystem versorgte das gesamte Tal La Leche mit Wasser und ermöglichte intensive Landwirtschaft in diesem trockenen Küstengebiet.
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