Marambio-Station, Antarktische Forschungsstation in Feuerland, Argentinien.
Marambio Station ist eine argentinische Forschungsstation auf der Seymour-Insel in der Antarktis, etwa 196 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Die Anlage umfasst 27 Gebäude mit Laboratorien, Wohnunterkünften, Essenshallen und einer Landebahn für Flugzeuge.
Die argentinische Luftwaffe errichtete die Station im Oktober 1969 und schuf damit die erste Landebahn in der Antarktis für herkömmliche Flugzeuge. Dieses Projekt markierte einen Wendepunkt in der kontinentalen Erforschung durch die Ermöglichung regelmäßiger Versorgungsflüge.
Die Station trägt den Namen des argentinischen Luftwaffenpiloten Marambio und symbolisiert Argentiniens wissenschaftliche Präsenz in der Antarktis. Besucher können die tägliche Arbeit der Forscher beobachten und verstehen, wie die internationale wissenschaftliche Gemeinschaft unter extremen Bedingungen zusammenarbeitet.
Die Station operiert ganzjährig, im Winter mit etwa 50 Mitarbeitern und im Sommer mit bis zu 150 Forschern. Der Besuch ist in der Regel nur mit Expedition oder Genehmigung durch argentinische Behörden möglich.
Starke Winde erzeugen effektive Temperaturen, die deutlich unter den gemessenen Werten liegen und die extremen Bedingungen noch verstärken. Diese wind-bedingten Effekte machen die Arbeit im Freien äußerst gefährlich und verlangen spezielle Schutzausrüstung.
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