Galerías Pacífico, Einkaufszentrum in Argentinien
Galerías Pacífico nimmt den ganzen Block zwischen Florida, Viamonte, San Martín und der Avenida Córdoba ein, im Edificio Pacífico, das von 1888 bis etwa 1905 entstand. Zwei große, kreuzförmige Passagen teilen den Block in vier gleiche Sektoren, unter Glasgewölben und einer zentralen Kuppel. Die Ecke ist abgeschrägt, mit einem roten Schild „GALERÍAS PACÍFICO“ nahe der Spitze und Schaufenstern im Erdgeschoss.
Der 1888 vom Ingenieur Emilio Agrelo und dem Architekten Roland Le Vacher als Filiale des Pariser Au Bon Marché entworfene Bau wurde zwischen 1894 und 1898 in Abschnitten fertiggestellt. 1896 beherbergte er den ersten Sitz des Museo Nacional de Bellas Artes, 1908 kaufte die Eisenbahngesellschaft Buenos Aires and Pacific einen Teil für ihre Büros und gab dem Haus den Namen Edificio Pacífico. 1989 zum Nationalen Historischen Monument erklärt, öffnete es am 18. Mai 1992 als Einkaufszentrum.
Der Name stammt von der Eisenbahngesellschaft Buenos Aires and Pacific, die 1908 einen Teil des Gebäudes für ihre Büros erwarb; ihre Strecke sollte Valparaíso und den Pazifik erreichen. Seit 1992 beherbergt das Zentrum das Centro Cultural Borges, das Hotel Esplendor und die Schule für klassischen Tanz von Julio Bocca. 2014 galt es als das von ausländischen Touristen meistbesuchte Einkaufszentrum Argentiniens, mit 10 Millionen Besuchern pro Jahr.
Das Gebäude füllt den Block zwischen Florida, Viamonte, San Martín und der Avenida Córdoba; zwei kreuzförmige Passagen teilen es in vier Bereiche. Zugänge gibt es von der Florida und von der Ecke Córdoba. Die Kuppelmalereien von 1945–1947 befinden sich in der zentralen Halle, das Centro Cultural Borges im Obergeschoss. Der Keller, in dem während der letzten Diktatur ein geheimes Haftzentrum untergebracht war, gehört nicht zum Rundgang der Geschäfte.
1987 entdeckte ein Filmteam im Keller ein verlassenes Folterzentrum aus der Zeit der Militärdiktatur; 1989 wurde das Gebäude zum Nationalen Historischen Monument erklärt. Die Kuppelmalereien von 1945–1947 stammen von Berni, Spilimbergo, Castagnino, Urruchúa und dem Galicier Colmeiro Guimarás und gelten als wichtigster Beitrag des argentinischen Wandbildes.
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