Hotel Castelar, Art Nouveau Hotelgebäude an der Avenida de Mayo, Buenos Aires, Argentinien
Das Hotel Castelar ist ein 53,5 Meter hohes Gebäude an der Nordwestecke der Avenida de Mayo und der Avenida 9 de Julio im Stadtteil Montserrat in Buenos Aires. Es wurde vom italienischen Architekten Mario Palanti entworfen und vom Ingenieur José Pinzone gebaut und 1929 eröffnet. Wegen der Höhenbeschränkung der Avenida de Mayo weicht die Fassade ab dem siebten Stock von der Straßenflucht zurück und reicht bis zum vierzehnten Stock.
Der italienische Architekt Mario Palanti entwarf das Haus, der Ingenieur José Pinzone baute es; 1929 wurde es als Hotel Excelsior eröffnet. Da die Avenida de Mayo eine maximale Höhe vorschreibt, weicht die Fassade ab dem siebten Stock von der Straßenflucht zurück und reicht bis zum vierzehnten Geschoss bei 53,5 Metern. 1951 erhielt das Hotel bei einem Besitzerwechsel seinen heutigen Namen, zu Ehren von Emilio Castelar, Präsident der Ersten Spanischen Republik.
Der Dichter Federico García Lorca wohnte während seines Aufenthalts in Buenos Aires im Hotel Castelar und empfing dort regelmäßig Schriftsteller und Künstler. Diese Verbindung zur Literatur ist bis heute spürbar, und das Gebäude zieht Menschen an, die sich für die spanischsprachige Kulturgeschichte interessieren.
Das Hotel steht an der Nordwestecke der Avenida de Mayo und der Avenida 9 de Julio im Stadtteil Montserrat im Zentrum von Buenos Aires. Es schloss am 9. Mai 2020 nach 90 Jahren Betrieb; das Gebäude nimmt keine Gäste oder Besucher mehr auf und ist von der Straße aus zu sehen. Das García-Lorca-Zimmer wurde 2003 von der Stadtregierung als Hommage eingerichtet.
Im Untergeschoss befand sich die Peña Signo, die Norah Lange, Oliverio Girondo und Alfonsina Storni besuchten und García Lorca zur Premiere von Bodas de sangre bewirteten. Dort gründeten 1937 Arturo Frondizi und andere radikale Führer die Movimiento Orientador gegen die Führung von Marcelo T. de Alvear. Eine Anekdote erzählt, dass das Lokal nach einem heftigen Streit zwischen Armando Discépolo und dem Kritiker Pablo Suero geschlossen wurde.
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