Iglesia de San Juan Bautista, Buenos Aires, Katholische Kirche im Zentrum von Buenos Aires, Argentinien.
Die Iglesia de San Juan Bautista ist eine katholische Kirche an der Ecke Alsina- und Piedras-Straße im Viertel Monserrat in Buenos Aires, fertiggestellt 1797. Sie hat ein einschiffiges Langhaus mit Tonnengewölbe, eine blinde Kuppel über dem Querschiff und eine Fassade von 1895 von J. M. Belgrano, später von Rómulo Ayerza überarbeitet, mit großem Mittelbogen, Rosette und ungleich großen Türmen.
Die erste Kirche entstand 1654 unter Fray Cristóbal de la Mancha y Velazco; da sie verfiel, finanzierte Juan Bautista de San Martín einen Neubau, der 1719 errichtet wurde. 1767 wurde sie umgebaut, 1778 abgerissen, und der heutige Bau wurde 1797 fertiggestellt. 1942 erklärte man sie zum Nationalen Historischen Monument.
Die Kirche hieß auch „San Juan de los franceses“, weil die französische Gemeinde von Buenos Aires sie im späten 19. Jahrhundert besuchte und dort eine Bernhardstatue verehrte. Als „Kirche der Basken“ war sie bekannt durch die Betharramiten-Priester, genannt „bayoneses“, die sie leiteten und unter den Basken wirkten. Im Patio de los Capellanes steht eine Statue der heiligen Klara, der die Rückeroberung der Stadt 1806 zugeschrieben wurde.
Die Kirche steht an der Ecke Alsina und Piedras im Viertel Monserrat, wenige Blocks von der Plaza de Mayo und der U-Bahn-Linie der Avenida de Mayo entfernt. Der Eingang liegt an der Alsina; der Patio de los Capellanes mit der Statue der heiligen Klara befindet sich neben der Kirche. Der Patio de la Reconquista im Hof des Pfarrhauses ist nicht immer zugänglich.
Die Krypta unter dem Chor birgt die Gräber von 270 Kapuziner-Klarissen, nicht 260. Dieselbe Kirche bewahrt das Grabmal von Pedro Melo de Portugal y Villena, dem fünften Vizekönig des Río de la Plata; im Pfarrhof Patio de la Reconquista liegen kreolische und englische Gefallene der Invasionen von 1806 und 1807.
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