Quebrada de los Cuervos, Geschützte Schlucht in Treinta y Tres, Uruguay
Die Quebrada de los Cuervos ist ein Naturschutzgebiet mit einer tiefen, steil abfallenden Schlucht, die der Fluss Yerbal Chico in die Sierra del Yerbal Berge gegraben hat. Manche Stellen erreichent Tiefen von über 100 Metern, wodurch eine dramatische geologische Formation entsteht.
Das Gebiet wurde 1986 durch ein Dekret der Gemeinde zum ersten Naturschutzgebiet Uruguays erklärt, mit einer ursprünglichen Ausdehnung von etwa 365 Hektar. Diese Entscheidung war ein Meilenstein für den Naturschutz in Uruguay und machte die Quebrada zu einem Modell für zukünftige Schutzgebiete.
Der Name des Gebiets stammt von den rotköpfigen Geiern, die hier nisten und über die Schlucht gleiten. Die lokale Bevölkerung hat sich an die Anwesenheit dieser Vögel gewöhnt und sieht sie als Teil der natürlichen Ordnung dieser Landschaft.
Der Zugang erfolgt über die Nationalstraße 8 am Kilometer 306, von wo aus es etwa 24 Kilometer westlich in das Schutzgebiet geht. Die beste Zeit für einen Besuch ist außerhalb der Regenzeit, wenn die Wege trockener und einfacher zu gehen sind.
Das Gebiet beheimatet etwa 70 Prozent aller einheimischen Pflanzenarten Uruguays und ist damit ein botanisches Kleinod. Diese außergewöhnliche Vielfalt bleibt oft unbemerkt, obwohl sie das Reservat zu einem der wertvollsten Ökosysteme des Landes macht.
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