Isla Talavera, Flussinsel in Itapúa, Paraguay.
Isla Talavera ist eine Flussniederung zwischen zwei Armen des Paraná-Flusses, mit dem südlichen Talavera-Arm und dem nördlichen Jesuiten-Kanal. Das Gelände erstreckt sich über ein großes Areal und wird heute vollständig von dem Stausee des Yacyretá-Damms überfluten.
Die Insel war lange Zeit Gegenstand eines Grenzstreits zwischen Argentinien und Paraguay bis 1996, als Paraguay nach diplomatischen Verhandlungen die volle Souveränität erhielt. Der südliche Paraná-Arm markierte die natürliche Grenzlinie zwischen den beiden Ländern.
Die Insel ist eng mit dem Bezirk San Cosme y Damián verbunden und spiegelt die natürlichen und sozialen Besonderheiten der Region Itapúa wider. Besucher können heute noch die kulturelle Verbindung zwischen dem Wasser und den Menschen vor Ort spüren.
Das Gelände ist heute vollständig unter Wasser, daher ist kein direkter Zugang möglich. Besucher können die Region vom Ufer aus sehen oder Informationen über das Stauwerk und dessen Auswirkungen in der nahegelegenen Stadt San Cosme y Damián erfahren.
Die südliche Paraná-Linie erstreckt sich über etwa 45 Kilometer von Jupiterpass bis zur Insel Picardía und war einst die genaue Grenzmarkierung zwischen den beiden Ländern. Diese geografische Linie hatte rechtliche Bedeutung und bestimmte jahrzehntelang, wem die Insel gehörte.
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