Cerro Rico, Berggipfel in der Region Potosí, Bolivien
Cerro Rico ist ein Gipfel bei Potosí in Bolivien, der sich auf 4782 Meter über dem Meeresspiegel erhebt und durch seine konische Form und rötliche Färbung auffällt. Hunderte von Stolleneingängen durchziehen die Hänge, und an manchen Stellen kann man die unterschiedlichen Gesteinsschichten und Erzadern sehen, die das gesamte Relief prägen.
Spanische Eroberer stießen 1545 auf die Silbervorkommen und bauten sie in den folgenden Jahrhunderten intensiv ab. Der Abbau beschleunigte sich im 18. Jahrhundert und trug dazu bei, dass Potosí zu einer der größten Städte der Welt wurde.
Der Name bedeutet Reicher Berg auf Spanisch und verweist auf die enormen Bodenschätze, die hier seit Jahrhunderten abgebaut werden. Bergleute betreten die Stollen oft mit Opfergaben für El Tío, eine Figur aus dem lokalen Glauben, die sie als Schutzgeist der Unterwelt verehren.
Touren in die Minen erfordern festes Schuhwerk, warme Kleidung und eine Stirnlampe, da es in den Stollen dunkel und feucht ist. Die Höhenlage kann zu Atembeschwerden führen, daher sollte man sich vorher einige Tage in Potosí akklimatisieren.
In manchen Stollen arbeiten Bergleute unter Bedingungen, die sich seit dem 16. Jahrhundert kaum verändert haben, und verwenden noch immer Handwerkzeuge und Dynamit. Man kann diese aktiven Arbeitsbereiche während geführter Rundgänge beobachten, was einen direkten Einblick in den Alltag der Bergleute ermöglicht.
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