Lago Ypacaraí, Erholungssee in Zentral-Paraguay.
Das Gewässer erstreckt sich über 24 Kilometer Länge und 6 Kilometer Breite im Departamento Central, rund 50 Kilometer östlich von Asunción. Mehrere Ortschaften säumen das Ufer, darunter San Bernardino am Westufer und Areguá am Südufer. Die flache Wasserfläche von 90 Quadratkilometern wird von sanften Hügeln umgeben, die mit Vegetation bewachsen sind. Sandstrände wechseln sich mit felsigen Abschnitten entlang der Küstenlinie ab, während Schilfgebiete natürliche Lebensräume für Wasservögel bilden.
Guaraní-Völker nannten das Gewässer ursprünglich Tapycua, bevor spanische Missionare um 1600 den Namen Ypacaraí einführten. Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelten sich die Ufergemeinden zu Erholungszielen für wohlhabende Familien aus der Hauptstadt. Umweltveränderungen führten in den 1990er Jahren zu Wasserqualitätsproblemen, die staatliche und private Sanierungsmaßnahmen auslösten. Infrastrukturprojekte verbesserten in den folgenden Jahrzehnten den Zugang und etablierten touristische Einrichtungen entlang der Küstenlinie.
Die Bewohner verbinden das Gewässer seit Generationen mit Wochenendausflügen und traditionellen Festen, während Guaraní-Sprache und Folklore in den umliegenden Gemeinden fortleben. Wassersportvereine organisieren Regatten und Schwimmwettkämpfe, die Familien aus der ganzen Region anziehen. Künstler haben das Seeufer als Motiv für Gemälde und Lieder gewählt, die zur paraguayischen Identität beitragen. Lokale Fischer nutzen weiterhin handwerkliche Methoden, die von vorherigen Generationen weitergegeben wurden.
Regelmäßige Busverbindungen verkehren täglich zwischen Asuncións Hauptterminal und den umliegenden Ortschaften San Bernardino, Areguá und Ypacaraí. Die Sommermonate Dezember bis Februar bieten warmes Wetter für Wassersportaktivitäten, können jedoch viele Besucher anziehen. Restaurants und Unterkünfte konzentrieren sich besonders in San Bernardino, während kleinere Ortschaften ruhigere Alternativen bieten. Sonnenschutz und Insektenschutzmittel werden wegen der intensiven Sonneneinstrahlung und Mücken in Ufernähe empfohlen.
Das Abflusssystem über den Río Salado verbindet das Gewässer mit dem Río Paraguay und transportiert überschüssiges Wasser während der Regenzeit. Die durchschnittliche Tiefe von drei Metern ermöglicht Sonnenlicht das Eindringen bis zum Grund, wodurch Wasserpflanzen gedeihen können. Diese geringe Tiefe macht das Gewässer anfällig für Algenwachstum bei hohen Temperaturen. Wissenschaftler überwachen regelmäßig Nährstoffwerte und biologische Indikatoren, um das ökologische Gleichgewicht zu bewahren.
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