Paranapiacaba, Eisenbahnbezirk in Santo André, Brasilien
Paranapiacaba ist ein Eisenbahnviertel in Santo André im Bundesstaat São Paulo, das auf den Berghängen der Serra do Mar errichtet wurde. Die Siedlung besteht aus Holzbauten im viktorianischen Stil, die entlang schmaler Wege angeordnet sind und von nebligen Wäldern umgeben werden.
Die São Paulo Railway Company gründete die Siedlung in den 1860er Jahren, um die Bahnstrecke zwischen dem Hafen von Santos und dem Hochland des Bundesstaates zu betreiben. Der Ort entwickelte sich als wichtiger Knotenpunkt für den Kaffeetransport, bis die Eisenbahn in den 1980er Jahren ihren Betrieb weitgehend einstellte.
Die Holzhäuser und der Uhrenturm stammen noch aus der Zeit des Eisenbahnbaus und zeigen heute, wie Arbeiter und Ingenieure vor über hundert Jahren hier gelebt haben. Viele dieser Gebäude sind nach wie vor bewohnt, und die Straßennamen erinnern an englische Ortschaften, was dem Ort ein ungewöhnliches Aussehen verleiht.
Der Ort liegt rund 60 Kilometer südöstlich der Stadt São Paulo und ist über Landstraßen erreichbar, wobei die Fahrt durch bergiges Gelände führt. Wer den Stadtteil besucht, sollte warme Kleidung und Regenschutz mitbringen, da hier häufig Nebel aufzieht und die Temperaturen niedriger sind als im Tiefland.
Die originale Zahnradbahn aus dem 19. Jahrhundert ist teilweise noch vorhanden und wird gelegentlich für Sonderfahrten genutzt. Einige der alten Dampflokomotiven stehen entlang der Gleise und lassen sich aus der Nähe betrachten, was einen Einblick in die Ingenieurskunst jener Zeit bietet.
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