São Vicente, Küstengemeinde auf der Insel São Vicente, São Paulo, Brasilien
São Vicente liegt auf der Insel São Vicente und erstreckt sich entlang der Bucht von Santos mit mehreren Sandstränden und einem dicht bebauten Stadtzentrum. Der Küstenabschnitt wechselt zwischen flachen Uferzonen und bewaldeten Hügeln, die sich bis ans Wasser schieben.
Martim Afonso de Sousa gründete die Siedlung 1532 als erste dauerhafte europäische Niederlassung in Brasilien, die später als Ausgangspunkt für die Besiedlung weiterer Küstenregionen diente. Die Stadt entwickelte sich rasch zu einem Handelszentrum, bis Santos im 19. Jahrhundert zur führenden Hafenstadt aufstieg und São Vicente eine ruhigere Rolle einnahm.
Der Name ehrt den heiligen Vinzenz von Saragossa, den Schutzpatron der portugiesischen Seefahrer, die diese Küste im frühen 16. Jahrhundert erreichten. Die Stadt trägt heute ihre religiöse Herkunft noch in vielen Straßennamen und Festlichkeiten, die das Leben am Meer mit der iberischen Tradition verbinden.
Die Küstenstraßen führen durch das gesamte Stadtgebiet und verbinden die Strände miteinander, sodass Besucher entlang der Bucht spazieren oder radeln können. Die Anbindung an São Paulo und Santos erfolgt über breite Autobahnen, die auch öffentliche Buslinien nutzen.
Oscar Niemeyer entwarf ein Denkmal auf der Insel Porchat, das zum 500. Jahrestag der Entdeckung Brasiliens errichtet wurde und die Form eines geschwungenen Bogens hat. Das Bauwerk steht direkt an der Felsenkante über dem Meer und wird von vielen Besuchern wegen seiner ungewöhnlichen Silhouette fotografiert.
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