Barra Funda, Verwaltungsbezirk im Westen von São Paulo, Brasilien
Barra Funda ist ein Stadtteil im Westen São Paulos mit gemischter Bebauung aus Wohnblöcken, Geschäftsgebäuden und Verkehrsanlagen. Das Viertel zentralisiert sich um den großen Bahnhof und verbindet verschiedene Stadtteile durch seine verkehrstechnische Bedeutung.
Der Stadtteil entstand Mitte des 19. Jahrhunderts aus einem Landgut namens Iguape-Hof und wurde später in mehrere kleinere Besitztümer aufgeteilt. Die Verwandlung von Privatland zu einem urbanen Knotenpunkt prägte sein Wachstum während der Industrialisierung São Paulos.
Der Stadtteil ist Heimat der Samba-Schule Camisa Verde e Branco, deren Rhythmen und Farben das lokale Kulturleben prägen. Die Schule spiegelt die musikalische Identität des Viertels wider und verbindet die Bewohner durch ihre Traditionen.
Die größte Verkehrsdrehscheibe des Viertels ist zu Fuß vom Zentrum erreichbar und verbindet Linie 3 der U-Bahn mit Langstreckenbus- und Zuglinien. Besucher sollten wissen, dass sich das Viertel an einer Stelle mit steilen Höhenunterschieden befindet, die beim Erkunden beachtet werden sollten.
Auf der Brigadeiro-Galvão-Straße betrieb Brasilien 1928 die erste automatische Telefonanlage des Landes mit ursprünglicher Struktur noch heute vorhanden. Diese frühe Kommunikationstechnologie machte den Ort zu einem Meilenstein in der brasilianischen Industriegeschichte.
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