Gioconda Giannini Glasses Museum, Brillenmuseum in São Paulo, Brasilien.
Das Museu dos Óculos Gioconda Giannini liegt im Obergeschoss eines Herrenhauses von 1918, das in den Medien „castelinho azul e branco“ heißt, im Viertel Bixiga. Gezeigt werden rund 900 Brillen, über 500 davon in der Dauerausstellung, chronologisch geordnet. Der Boden besteht aus gemustertem Parkett, im Raum hängen Kunstwerke.
Miguel Giannini, seit seinem dreizehnten Lebensjahr Optiker, begann mit dem Sammeln von Brillenfassungen, die ihm Kunden seiner Optikgeschäfte in São Paulo schenkten. Im März 1996 öffnete er die Sammlung im Obergeschoss eines Hauses von 1918 im Viertel Bela Vista für das Publikum, mit Alvaro Ferriolli als Teilhaber und Hélio Leites als Kurator. Das älteste Stück, aus dem 17. Jahrhundert, stammt von einem Antiquar in Italien.
Der Name des Museums ehrt Gioconda, die Mutter von Miguel Giannini. Der Ort ist ein „Laden-Museum“: Die Sammlung grenzt an das Optikergeschäft des Gründers, der Eintritt ist frei. Zu sehen sind Brillen von Rita Lee, Hebe Camargo, Jô Soares sowie der früheren Präsidenten José Sarney, Fernando Henrique Cardoso, Lula und Dilma Rousseff.
Das Museum liegt im zweiten Stock des blau-weißen Hauses von 1918 im Bixiga und teilt sich das Gebäude mit einem der Optikgeschäfte von Miguel Giannini; der Eintritt ist frei. Es steht neben dem Museu Memória do Bixiga und nahe dem Theatro Ruth Escobar. Drinnen bildet der Holzparkett Muster am Boden, und die Dauerausstellung ist chronologisch geordnet: Folgt man ihr der Reihe nach, lässt sich die Entwicklung der Brille ablesen.
Das Museum bewahrt ein chinesisches Modell aus dem 18. Jahrhundert und eine chinesische Sammlung aus dem 17. Jahrhundert in Etuis aus Fischschuppen auf. Zu sehen sind auch italienische Fassungen mit Sonnenschirmchen, französische Klemmer und ein fächerförmiger Schildpatt-Bügel, der nur für die Ausstellung gefertigt wurde.
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