Casa de Dona Yayá, Historisches Gebäude im República-Viertel, São Paulo, Brasilien
Casa de Dona Yayá ist ein zweistöckiges Wohnhaus im República-Viertel mit Jugendstilelementen, bemalten Wänden und großen Fenstern aus dem 19. Jahrhundert São Paulo. Die Innenräume tragen Spuren von Umbauten, die für die psychische Betreuung vorgenommen wurden, und zeigen die klassischen Merkmale einer wohlhabenden Wohnresidenz jener Zeit.
Das Haus wurde von Sebastiana de Melo Freire bewohnt, die mit 18 Jahren ein Vermögen erbte und von 1921 bis 1961 darin eingesperrt lebte. Die Architektur des Gebäudes dokumentiert den Wandel in der Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen während des 20. Jahrhunderts.
Das Haus zeigt durch seine veränderten Fenster und speziellen architektonischen Anpassungen, wie Menschen mit psychischen Erkrankungen im frühen 20. Jahrhundert in Brasilien behandelt wurden. Die Raumerfahrung offenbart den Alltag einer wohlhabenden Frau, die isoliert lebte und begrenzte Kontrolle über ihr eigenes Zuhause hatte.
Das Gebäude wird heute von einem Kulturerhaltungszentrum verwaltet und bietet Führungen sowie Ausstellungen an. Besuchende sollten sich vorher informieren, da die Zugänglichkeit und Öffnungszeiten variieren und das Haus noch immer ein empfindliches Stück Geschichte ist.
Während der Jahrzehnte der Isolation wurde Essen durch ein Loch in der Wand gereicht, eine Routine, die das Ausmaß der Einschränkung offenbarte. Erst 1952 wurde ein Solarium gebaut, das ihr Zugang zu Sonnenlicht ermöglichte und eine Veränderung in der Betreuungspraxis markierte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.