Monte Verde, Gebirgsdistrikt in Camanducaia, Brasilien.
Monte Verde liegt in den Mantiqueira-Bergen im Süden des Bundesstaates Minas Gerais und besteht aus kleinen Siedlungen, die sich entlang sanfter Hänge und enger Täler verteilen. Der Atlantische Regenwald bedeckt die Umgebung, und kopfsteingepflasterte Straßen verbinden Pensionen, Restaurants und kleine Läden miteinander.
In der Mitte des 20. Jahrhunderts kaufte ein lettischer Einwanderer namens Verner Grinberg eine Fazenda in dieser abgelegenen Gegend und gründete eine Siedlung. Seine Familie baute die ersten Häuser und Wege, und in den folgenden Jahrzehnten zogen weitere deutsche und lettische Familien hinzu, die den Ort prägten.
In vielen Gaststätten wird deutsch gesprochen, und das Innere erinnert an Alpenhütten, mit Holzbalken und schweren Tischen, die an mitteleuropäische Traditionen anknüpfen. Besucher begegnen hier Familien, die Rezepte und Handwerke aus Lettland und Deutschland pflegen, von handgemachter Wurst bis hin zu Eintöpfen, die an kältere Breiten erinnern.
Die Anreise erfolgt über die Autobahn Fernão Dias, von der aus schmale asphaltierte Straßen in die Siedlung führen; in den Wintermonaten kann Nebel die Sicht einschränken. Die meisten Wanderwege beginnen an markierten Zugängen entlang der Hauptstraße, und festes Schuhwerk ist ratsam, da der Boden häufig feucht ist.
Ein kleiner Flugplatz liegt auf etwa 1.560 Metern Höhe und ist damit der höchste des Landes; an klaren Tagen landen Privatflugzeuge inmitten von Wäldern und Nebelbänken. Im Winter sinken die Temperaturen gelegentlich unter null, und die Bewohner zünden Holzöfen an, um die Stuben zu wärmen.
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