Nationalpark Tijuca, Nationalpark in Rio de Janeiro, Brasilien
Der Tijuca-Nationalpark ist ein geschütztes Waldgebiet auf 3.958 Hektar bergigem Gelände in Rio de Janeiro, Brasilien. Zahlreiche Wanderwege führen durch dichten Atlantischen Regenwald zu erhöhten Aussichtspunkten über die Stadt und die Küste.
Kaiser Pedro II startete 1861 ein Wiederaufforstungsprogramm, nachdem Kaffeeplantagen die ursprünglichen Wälder abgeholzt und Wasserknappheit verursacht hatten. Über 100.000 einheimische Bäume wurden in den folgenden Jahrzehnten gepflanzt, um das Ökosystem wiederherzustellen.
Der Tijuca-Wald entstand durch das größte städtische Wiederaufforstungsprojekt der Welt und zeigt heute ein dichtes grünes Dach über Wanderwegen und Wasserfällen. Besucher begegnen Brüllaffen und Tukanen entlang der Pfade, während die Vegetation das ganze Jahr über in tropischem Grün leuchtet.
Der Park verfügt über mehrere Eingänge, die über verschiedene Stadtteile von Rio erreichbar sind, wobei die Wege unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bieten. Geführte Wanderungen starten normalerweise morgens, und Besucher sollten Wasser, festes Schuhwerk und Sonnenschutz mitbringen.
Das Waldgebiet wirkt als natürlicher Klimaregler für Rio und senkt die Durchschnittstemperatur der Stadt um etwa 9 Grad Celsius. Die dichte Vegetation fängt außerdem erhebliche Mengen an Regenwasser auf und speist die städtischen Wasserreservoire.
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