Nationalpark Itatiaia, Nationalpark zwischen Rio de Janeiro und Minas Gerais, Brasilien
Das Itatiaia-Schutzgebiet erstreckt sich von 540 bis 2791 Meter Höhe und umfasst dichten atlantischen Regenwald, Wasserfälle, natürliche Becken und felsige Bergformationen. Die Region teilt sich in zwei Bereiche auf, wobei der untere Teil leichter zugänglich ist und der obere Hochlandbereich eine eigenständige Anfahrt erfordert.
Präsident Getúlio Vargas gründete dieses Schutzgebiet im Jahr 1937 und machte es zum ersten Nationalpark Brasiliens auf Land, das zuvor dem Visconde de Mauá gehörte. Die Einrichtung markierte einen Wendepunkt im brasilianischen Naturschutz und diente als Vorbild für spätere Schutzgebiete im Land.
Der Name stammt aus der Tupi-Sprache und verweist auf das indigene Erbe dieser Gegend durch seine Bedeutung als vielspitziger Fels oder Steingipfel. Besucher finden heute im unteren Teil des Schutzgebiets ein Museum, das die natürliche und menschliche Geschichte der Region zeigt.
Das Gebiet gliedert sich in einen unteren Bereich mit Besucherzentrum und einen oberen Hochlandabschnitt, der über eine separate 35 Kilometer lange Anfahrt erreichbar ist. Wanderer sollten sich auf wechselndes Wetter einstellen, da die Höhenlagen oft kühler und windiger sind als die tiefer gelegenen Waldgebiete.
Die Bundesstraße BR-485 durchquert das Schutzgebiet und erreicht 2460 Meter über dem Meeresspiegel, was sie zur höchsten Straße Brasiliens macht. Diese Route bietet Autofahrern einen seltenen direkten Zugang zu Hochgebirgslandschaften, die sonst nur durch mehrstündige Wanderungen erreichbar wären.
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