Minas Gerais Captaincy, Koloniale Verwaltungsregion im Südosten Brasiliens.
Die Kapitainerie Minas Gerais war ein Verwaltungsgebiet in Südostbrasilien, das sich über bergiges Land mit Gold- und Diamantenvorkommen erstreckte. Verschiedene Siedlungen waren durch ein Netzwerk von Kolonialstraßen miteinander verbunden und dienten der Kontrolle des Bergbaus.
Die portugiesische Krone errichtete die Kapitainerie 1720, um die Goldminen zu kontrollieren und illegalen Mineralabbau in der Region zu unterbinden. Diese Gründung folgte auf Jahre unkontrollierter Goldsuche, die die Region zuvor wirtschaftlich geprägt hatte.
Die Bergbautätigkeit zog Siedler aus Portugal, Afrika und dem Küstenland an, die Gemeinden mit eigenen Baustilen und Abbautechniken bildeten. Diese Vermischung prägte das Aussehen der Orte und ihre Handwerkstraditionen bis heute.
Das Verwaltungszentrum verlagerte sich nach Vila Rica, dem heutigen Ouro Preto, das als Hauptstadt diente und die Steuern auf den Mineralabbau kontrollierte. Der Ort war schwierig zu erreichen, lag aber strategisch günstig in den Bergen zur Überwachung des gesamten Gebiets.
Zwischen 1697 und 1701 erlebte die Region zwei große Hungersnöte, da die Goldfunde Tausende Menschen vom Anbau weg in die Bergbaugebiete zogen. Diese Katastrophe zeigt, wie schnell und radikal die Goldfunde das Leben der Menschen dort veränderten.
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