Heiligtum Bom Jesus de Matosinhos, Religiöses Heiligtum und UNESCO-Stätte in Congonhas, Brasilien
Das Heiligtum Bom Jesus de Matosinhos ist eine Kirche mit weißer Fassade, zwei Türmen mit Kuppeln und Kreuzen sowie einem giebelförmigen Mittelteil mit dunkelblauer Bogenpforte. Am grasbewachsenen Hang davor stehen sechs kleine weiße Kapellen mit Kuppeldächern, jede von einem Kreuz bekrönt. Der Vorplatz trägt zwölf Prophetenstatuen aus Speckstein, und rechts steht ein hoher weißer Antennenmast.
1757 errichtete der portugiesische Bergmann Feliciano Mendes, schwer erkrankt, ein Kreuz auf dem Morro Maranhão und lebte dort als Eremit; sein Gold und gesammelte Almosen stiftete er für eine Kirche. Die Arbeiten begannen im selben Jahr mit der Hauptkapelle unter den Baumeistern Domingos Antônio Dantas und Antônio Rodrigues Falcado; die Türme kamen zwischen 1765 und 1776 hinzu. Die Anlage entstand in Etappen bis 1875, wurde 1939 vom SPHAN unter Denkmalschutz gestellt und 1985 zum Welterbe erklärt.
Der Name stammt von Matosinhos in Portugal, wo 124 ein Kruzifix an Land gespült worden sein soll, das Nikodemus geschnitzt haben soll. Das jährliche Bom-Jesus-Jubiläum findet vom 7. bis 14. September statt, wenn Bergleute und Pilger den Senhor de Matosinhos verehren. Die Casa dos Milagres bewahrt eine große Sammlung von Votivgaben dankbarer Gläubiger.
Das Heiligtum ist fußläufig erreichbar, wobei die Treppen und Wege an einem Hang verlaufen, daher sollte man bequeme Schuhe tragen. Der Zugang zu den Kapellen ist im Allgemeinen einfach, aber der Ort kann bei extremer Hitze oder Regen herausfordernd sein.
Auf dem Vorplatz stehen zwölf Propheten aus Speckstein, geschnitzt von Aleijadinho und seinen Gehilfen, der Kern seines bildhauerischen Werks. Papst Pius XII. erhob die Kirche am 26. Juli 1957 zur Basilica minor. Im Santuário wird zudem eine große Sammlung von Votivgaben im Casa dos Milagres aufbewahrt.
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