Rio Novo National Park, Nationalpark im Amazonas, Pará, Brasilien
Der Nationalpark Rio Novo ist ein Waldschutzgebiet in der Amazonasregion zwischen den Gemeinden Novo Progresso und Itaituba im Bundesstaat Pará. Das Gelände umfasst über eine halbe Million Hektar dichten Regenwald mit zahlreichen Flussläufen und unberührten Waldabschnitten.
Der Park wurde 2006 von der brasilianischen Regierung zum Schutz der Amazonas-Ökosysteme gegründet. Diese Entscheidung war Teil einer größeren Anstrengung, bedeutende Waldflächen vor Entwaldung und industrieller Nutzung zu bewahren.
Der Park grenzt im Westen an das indigene Territorium der Mundurucu, und sein Name stammt vom Rio Novo, der aus dem Zusammenfluss von Inambé und Marrom entsteht. Besucher dürfen den Park nur mit besonderer Genehmigung betreten; am 8. November 2011 wurde ein Beirat eingerichtet.
Der Zugang ist begrenzt und erfordert Genehmigungen durch die Verwaltungsbehörde des Parks. Besucher sollten sich im Voraus informieren und mit lokalen Guides arbeiten, um sicher durch das Waldgebiet zu navigieren.
Die Bäche des Parks sind weitgehend durch illegalen Bergbau in der Region belastet, und ein großer Teil des Parks leidet unter ungeklärten Landbesitzverhältnissen und illegaler Abholzung. Der gefährdete Weißwangen-Klammeraffe (Ateles marginatus) ist hier endemisch, und der Park grenzt im Westen an das indigene Territorium der Mundurucu.
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