Fordlândia, Gemeindebezirk in Aveiro, Brasilien.
Fordlândia ist ein Distrikt im brasilianischen Bundesstaat Pará, am östlichen Ufer des Tapajós gelegen. Das Gebiet erstreckt sich über mehr als vierzehntausend Quadratkilometer südlich von Santarém und bewahrt bis heute die Spuren einer alten Kautschukplantage.
Die Siedlung entstand 1928 als Projekt der Ford Motor Company, die hier Kautschuk für ihre Reifen anbauen wollte. Eine Revolte der Arbeiter im Jahr 1930 zwang die brasilianische Armee zum Eingreifen, und das Unternehmen verließ die Region endgültig in den 1940er-Jahren.
Der Name erinnert an Henry Ford, dessen Firma hier in den späten 1920er-Jahren eine Siedlung nach amerikanischem Vorbild errichtete. Einige Gebäude aus dieser Zeit stehen noch heute und zeigen den Versuch, eine nordamerikanische Lebensweise mitten im Amazonas zu schaffen.
Die Anreise erfolgt meist über Santarém, von wo aus man den Distrikt per Boot oder Straße erreichen kann. Vor Ort lassen sich einige alte Industriegebäude besichtigen, darunter ein Wasserturm und eine Werkstatt, die teilweise noch in Betrieb sind.
Während der Revolte von 1930, die lokal als 'Quebra-Panelas' bekannt ist, protestierten die Arbeiter gegen die Essenszuteilung und die strengen Vorschriften. Die Unruhen waren so stark, dass das Militär eingreifen musste, um die Ordnung wiederherzustellen.
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