Juscelino-Kubitschek-Brücke, Straßenbrücke in Brasilia, Brasilien
Die Juscelino-Kubitschek-Brücke ist ein Straßenbauwerk über den Paranoá-See in Brasília mit drei asymmetrischen Stahlbögen, die in ihrer höchsten Stelle 62 Meter erreichen. Die Konstruktion erstreckt sich über 1200 Meter und verbindet zwei Seeufer durch ein Deckblatt aus Beton, das von Radialstahlseilen getragen wird.
Die Regierung des brasilianischen Bundesdistrikts genehmigte den Bau 1991 nach einem Entwurf von Architekt Alexandre Chan und Ingenieur Mario Vila Verde. Die Überführung wurde im Dezember 2002 für den Verkehr eröffnet und erhielt im folgenden Jahr den Preis der brasilianischen Stahlbauvereinigung Abcem.
Der Name ehrt den brasilianischen Präsidenten, der die neue Hauptstadt in den späten 1950er Jahren gründete und ihre modernistische Architektur prägte. Heute nutzen Einheimische die Fußgängerwege besonders am Wochenende für Spaziergänge mit Blick auf den See und die umliegenden Stadtteile.
Die Überführung verfügt über sechs Fahrspuren, verteilt auf beide Richtungen, sowie getrennte Wege für Fußgänger und Radfahrer auf einer Gesamtbreite von 24 Metern. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist früh morgens oder am späten Nachmittag, wenn das Licht die Stahlkonstruktion und das Wasser besonders hervorhebt.
Die drei diagonalen Bögen kreuzen sich in verschiedenen Winkeln und halten das Brückendeck durch Stahlseile, die in einem radialen Muster von den Bögen ausgehen. Diese technische Lösung ermöglicht es der Überführung, ohne zentrale Stützpfeiler im Wasser zu stehen und gibt ihr ein schwebendes Erscheinungsbild über dem See.
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