Palácio do Jaburu, Modernistischer Vizepräsidentenpalast in Plano Piloto, Brasilien
Der Palácio do Jaburu ist eine modernistische Vizepräsidentenresidenz in Plano Piloto im brasilianischen Bundesdistrikt, die sich auf einem Grundstück von 190.000 Quadratmetern am Paranoá-See befindet. Das Gebäude erstreckt sich über 4.283 Quadratmeter mit großzügigen Balkonen, die den Blick auf den See und die umgebenden Gärten freigeben.
Oscar Niemeyer entwarf diese Residenz im Jahr 1973 als Teil des architektonischen Ensembles von Brasília. Vizepräsident Adalberto Pereira dos Santos zog 1977 als erster Bewohner ein und machte das Gebäude zur offiziellen Vizepräsidentenresidenz.
Roberto Burle Marx entwarf die Gärten mit einheimischen Cerrado-Bäumen und Zierpflanzen aus verschiedenen brasilianischen Regionen, wodurch die botanische Vielfalt des Landes sichtbar wird. Diese Pflanzenzusammenstellung spiegelt das Konzept wider, verschiedene Landschaften Brasiliens in einem einzigen Raum zu vereinen.
Besuche erfordern eine vorherige Genehmigung über offizielle Kanäle, da das Gelände unter ständiger Sicherheitsaufsicht steht. Der Zugang ist auf professionelle Termine und autorisierte Veranstaltungen beschränkt.
Anders als die monumentalen Regierungsgebäude in Brasília dient dieser Palast ausschließlich als Wohnraum, wobei die Zimmer ähnliche Proportionen wie in gewöhnlichen Häusern haben. Diese bewusste Entscheidung hebt die Funktion als privaten Rückzugsort hervor und nicht als repräsentativen Amtssitz.
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