Jalapão, Staatspark in Tocantins, Brasilien
Jalapão ist ein geschütztes Gebiet im brasilianischen Bundesstaat Tocantins mit über 158.000 Hektar Cerrado-Vegetation, goldenen Dünen und natürlichen Wasserquellen. Die Landschaft wechselt zwischen flachen Grasebenen und Sandhügeln bis zu 30 Meter Höhe, durchbrochen von Palmen und Flüssen mit klarem Wasser.
Die Region wurde im Januar 2001 offiziell zum Staatspark erklärt, um die größte zusammenhängende Schutzfläche in Tocantins zu schaffen. Zuvor war das Gebiet jahrhundertelang nur indigenen Gruppen und wenigen Goldsuchern bekannt, bevor es ab den 1990er Jahren für Wissenschaftler und Reisende zugänglich wurde.
Die örtliche Bevölkerung verarbeitet seit Generationen Capim-Dourado-Gras und Buriti-Palmen zu geflochtenen Schalen, Körben und Schmuck. Diese Handwerkskunst hat sich zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt und Besucher können die Werkstätten in den umliegenden Dörfern besuchen.
Die unbefestigten Sandwege durch das Gebiet erfordern ein Fahrzeug mit Allradantrieb und erfahrene Fahrer, die mit losen Oberflächen vertraut sind. Aufgrund der konstant warmen Temperaturen das ganze Jahr über sollten Besucher ausreichend Wasser und Sonnenschutz mitbringen.
Die sogenannten Fervedouros sind flache Becken, in denen unterirdische Quellen mit solchem Druck nach oben strömen, dass Menschen an der Oberfläche schweben und nicht untergehen können. Dieses natürliche Phänomen entsteht durch Grundwasser, das durch poröses Gestein nach oben gedrückt wird und ein ungewöhnliches Schwimmgefühl erzeugt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.