Terreiro Zogbodo Male Bogum Seja Unde, Candomblé Religionszentrum in Cachoeira, Brasilien
Das Terreiro Zogbodo Male Bogum Seja Unde ist ein Candomblé-Zentrum der Jeje-Mahi-Tradition in Cachoeira im brasilianischen Bundesstaat Bahia. Das Gelände umfasst mehrere Gebäude, darunter Zeremonialräume, eine heilige Küche und Altäre, die von einem Bachverlauf und großen alten Bäumen umgeben sind.
Das Terreiro wurde 1858 von Maria Luisa Gonsaga, bekannt als Maria Ogorensi, gegründet und gilt als einer der ältesten Jeje-Mahi-Candomblé-Orte in Bahia. Es entstand in einer Zeit, in der versklavte Afrikaner und ihre Nachkommen begannen, organisierte religiöse Räume in der Region zu schaffen.
Dieses Terreiro ist eines der wenigen Orte in Brasilien, an dem die Jeje-Mahi-Tradition des Candomblé aktiv gepflegt wird, eine Form, die von Völkern aus dem heutigen Benin und Togo stammt. Wer das Gelände besucht, sieht, wie Rituale, heilige Räume und Gemeinschaftsleben miteinander verflochten sind.
Das Gelände liegt in einem ruhigen Teil von Cachoeira und erfordert etwas Zeit, um die verschiedenen Bereiche und Gebäude zu erkunden. Besucher werden gebeten, bedeckte Kleidung zu tragen, und sollten sich bewusst sein, dass einige Bereiche nur während religiöser Veranstaltungen zugänglich sind.
Der Riacho Caquende, ein kleiner Bach, der durch das Gelände fließt, ist in zwei heilige Abschnitte eingeteilt: Aziri und Avinagé, die jeweils eine eigene Rolle in den Ritualen spielen. Das Wasser gilt dabei nicht als einfaches Naturelement, sondern als aktiver Teil des religiösen Lebens.
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