Teatro Castro Alves, Theater in Salvador, Brasilien.
Das Teatro Castro Alves ist ein bedeutendes Kulturzentrum in Salvador, das über einen Hauptsaal mit Platz für mehr als eintausendfünfhundert Zuschauer und mehrere Räume für Theater-, Musik- und Tanzaufführungen verfügt.
Das Theater wurde 1948 von Alcides da Rocha Miranda und José de Souza Reis entworfen, doch die ausgeführte Version von José Bina Fonyat Filho und dem Ingenieur Humberto Lemos Lopes gewann die IV. Biennale von São Paulo. Ein Brand am 9. Juli 1958, fünf Tage vor der geplanten Eröffnung, zerstörte den Bau; unter Juracy Magalhães stockten die Arbeiten und wurden unter Lomanto Júnior vollendet. Eröffnet wurde am 4. März 1967 im Beisein von Präsident Castelo Branco; nach einem zweiten Brand und der Schließung 1989 folgte am 27. März 1993 die Wiedereröffnung nach einer 10-Millionen-Dollar-Sanierung.
Das Theater ist nach dem Dichter Antônio de Castro Alves benannt, dem „Dichter der Sklaven“. Ende der 1960er Jahre traten hier Gilberto Gil und Caetano Veloso auf, Teil der kulturellen Bewegung, die von Bahia ausging und in den 1970er Jahren ganz Brasilien erfasste. Die Sala do Coro, einst für Proben der Opernchöre genutzt, widmet sich heute vor allem lokalen Theaterproduktionen.
Das Theater steht am Largo do Campo Grande in Salvador. Zum Komplex gehören der Sala Principal, die Sala do Coro und die Concha Acústica, jeder mit eigenem Zugang und eigener Kapazität. Seit 2014 gibt es Karten auch online und telefonisch, damals neu für das Haus.
Die Einrichtung beherbergt das Sinfonieorchester von Bahia und das Ballett des Teatro Castro Alves, die erste öffentliche Tanzkompanie der Nord- und Nordostregionen Brasiliens, mit einem Repertoire von über siebzig Produktionen.
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