Altstadt von Olinda, UNESCO-Weltkulturerbe Historisches Viertel in Olinda, Brasilien.
Das Historische Zentrum von Olinda ist ein Altstadtviertel an der brasilianischen Küste, das auf Hügeln terrassenförmig angeordnet ist und von verschlungenen Straßen geprägt wird. Die Gebäude folgen der natürlichen Topografie, wodurch eine unregelmäßige Grundrissstruktur mit vielen Treppen und Passagen entstanden ist.
1535 gründete Duarte Coelho, erster Donatário der Kapitanie Pernambuco, Olinda auf einem erhöhten, zur Verteidigung geeigneten Gelände. Die Stadt wurde Hauptstadt der Kapitanie und dank des Zuckers die reichste Stadt des kolonialen Brasilien. 1630 fielen die Niederländer ein; ein Jahr später gaben sie die Stadt auf und brannten sie nieder, die Hauptstadt wurde nach Recife verlegt. Nach ihrer Vertreibung 1654 wurde Olinda wieder aufgebaut und blieb bis 1827 Hauptstadt. 1980 wurde es zum Nationaldenkmal, 1982 zum UNESCO-Welterbe erklärt.
Der Name Olinda geht der Überlieferung nach auf den Ausruf eines Siedlers zurück: „Ó linda situação para se construir uma vila!“ („Welch schöner Ort, um eine Stadt zu gründen!“). Jeden Februar findet im historischen Zentrum einer der größten Karnevale Brasiliens statt, bei dem riesige Puppen durch die steilen Straßen ziehen. Achten Sie auf die Stein- oder Holzbalkone der Kolonialhäuser und die mit Azulejos verkleideten Fassaden.
Die Altstadt liegt auf den Hügeln der Cidade Alta; Wege zwischen den Kirchen führen über steile Anstiege und Treppen, die oberen Terrassen erreicht man zu Fuß. Stadtverwaltung, IPHAN und das Programm Monumenta haben dort Erhaltungsarbeiten mit Blick auf Barrierefreiheit und Verkehr durchgeführt.
Mangobäume, Jackfruchtbäume und Kokospalmen wachsen in den Straßen und Gärten und rahmen die alte Bebauung mit grünem Laub ein. Dieser natürliche Rahmen verleiht den historischen Strukturen eine verbindende Wirkung zur umgebenden Landschaft.
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