Feitorias de Igaraçu e na Ilha de Itamaracá, Kolonialfestung in Igaraçu und auf der Insel Itamaracá, Brasilien
Die Feitorias de Igaraçu e na Ilha de Itamaracá bestehen aus zwei Verteidigungsanlagen, die sich entlang des Santa-Cruz-Kanals erstrecken, der den Atlantischen Ozean mit dem Festland Pernambuccos verbindet. Die Strukturen stammen aus der frühen Kolonialzeit und dienten dem Handel sowie der militärischen Verteidigung der Region.
Portugiesische Behörden errichteten diese Handelsposten zwischen 1516 und 1519 unter Cristóvão Jaques, um den Handel mit Brasilholz zu schützen und französische Invasionen abzuwehren. Diese Anlagen markieren den Beginn der europäischen Präsenz an der Nordostküste Brasiliens.
Die Festungen waren Orte des Austauschs zwischen portugiesischen Siedlern und den Tupiguarani-Menschen, wie archäologische Funde von Keramik aus beiden Kulturen belegen. Diese Gegenstände zeigen, wie zwei völlig unterschiedliche Welten an diesem Ort aufeinander trafen.
Der archäologische Ort befindet sich auf privatem Grundstück und ist nur mit besonderer Genehmigung zugänglich, die für Besuche und Forschungsarbeiten erforderlich ist. Es ist ratsam, vorher Kontakt mit den Eigentümern aufzunehmen, um eine Besichtigung zu arrangieren.
Archäologische Ausgrabungen legten Strukturen frei, die bis zu 1,8 Meter tief in der Erde verborgen waren und seltene Artefakte aus den frühen Kontakten zwischen Europäern und Indigenen in der Nordostregion Brasiliens enthielten. Unter dem Boden befinden sich Hinweise auf eine Geschichte, die anderswo kaum zu finden ist.
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