Bharati, Forschungsstation in Larsemann Hills, Antarktis
Bharati Station ist eine indische Forschungseinrichtung im Larsemann-Hills-Gebiet der Ostantarktis, wo sie von Gletschern und dem Indischen Ozean umgeben ist. Die Anlage besteht aus mehreren miteinander verbundenen Modulen, darunter Wohnräume, Laboratorien, ein Kraftwerk und Außenanlagen für Treibstofflagerung.
Indien eröffnete diese Basis im März 2012 als ihre dritte permanente antarktische Forschungsstation nach Dakshin Gangotri und Maitri. Der Bau begann im Jahr 2007 und dauerte fünf Sommer, wobei alle Materialien per Schiff über große Distanzen transportiert werden mussten.
Die Forschungseinrichtung trägt den Namen der indischen Freiheitskämpferin Subramania Bharati und wird von wissenschaftlichen Teams bewohnt, die zwischen den Kontinenten pendeln. Ihre Besatzung lebt hier in einem engen Gemeinschaftsrhythmus, der durch die extremen Bedingungen der Antarktis geprägt ist.
Die Station beherbergt bis zu 47 Personen gleichzeitig, wobei die Besatzung je nach Forschungssaison wechselt und während des kurzen antarktischen Sommers zusätzliche Wissenschaftler aufnimmt. Besuche sind nur für akkreditierte Forscher oder Expeditionsgruppen mit antarktischer Genehmigung möglich, da reguläre Touristen hier keinen Zugang haben.
Die gesamte Anlage wurde aus 134 vorgefertigten Schiffscontainern zusammengesetzt, was die Bauzeit in der extremen Kälte erheblich verkürzte. Diese modulare Bauweise erlaubt es auch, einzelne Abschnitte bei Bedarf auszutauschen oder zu erweitern, ohne das gesamte Gebäude zu beeinträchtigen.
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